SMA-R Test

Als ein riesen Fan von Smartwatches muss ich mir immer mal wieder den aktuellen Stand der Technik angucken. Mittlerweile gibt es ja Smartwatches wie Sand am Meer und viele davon kommen von asiatischen Herstellern. Diese haben in der Regel den Vorteil, dass sie wesentlich weniger kosten als die Smartwatches auf dem westlichen Markt.

tisch

Als Gearbest dann anfragte, ob wir uns mal eine SMA-R angucken wollen, konnte ich deshalb nicht Nein sagen.
Die SMA-R fällt vor allem durch ihr rund-sein auf, denn viele chinesischen Uhren sind nicht rund. Auch die Verarbeitungsqualität sah auf den Bildern gut aus. Ich war also offen für neues. Mit einem angesetzten Preis von knappen 50€ war sie dann auch hinreichend teuer, dass ich keine Angst hatte eine Uhr zu bekommen, für die ich meine Zeit vollkommen verschwende.

Die technischen Daten der Uhr sind folgende.

  • MTK2502 als Prozessor
  • 128MB RAM
  • 64MB Speicherplatz
  • 1,3 Zoll IPS Touchscreen mit 240×240 Auflösung
  • Funktionen:
    • Vibration, Pedometer, Herzfrequenzmesser, Lautsprecher und Mikrofo
  • Spritzwassergeschützt nach IP54
  • Kompatibel mit Android und iOS
groessenvergleich

Die SMA-R kommt in einem schlichten Karton bei den Endkund_innen an. In ihm findet sich neben der Uhr ein Ladekabel und eine Kurzanleitung. Das Ladekabel ist relativ klein und lässt sich über einen magnetischen Kontakt anschließen. Ich muss sagen, dass es mir auf den ersten Blick besser gefallen hat als eine Ladeschale. Ein Kabel ist einfach schneller und besser eingepackt als eine Ladeschale. Leider ist der magnetische Kontakt extrem locker und sie Uhr hat oft nachts die Verbindung verloren und war dann morgens nicht voll geladen.

Verarbeitung

billiges-band

Laut der Gearbestseite hat die Uhr ein Edelstahlgehäuse und ein Lederarmband. Die Verarbeitung wirkt auf den
ersten Blick solide. Leider hat die Uhr nicht überall ein Edelstahlgehäuse, die Unterseite ist aus Plastik und ob es Kunst- oder echtes Leder ist, dass konnte ich auch nicht erfühlen. Das Displayglas ist tiefer eingefasst als der Rand. Es ist nicht viel, aber man merkt er. So schützt der Rahmen der Uhr es vor Stößen. Dank ihrer IP54 Zertifizierung ist die SMA-R vor Spritzwasser und Staub geschützt. Schwimmen, baden oder duschen ist aber definitiv nicht möglich.

Funktionsumfang

Wenn man sich die Seite von Gearbest anguckt, dann ist die SMA-R eine eierlegende Wollmilchsau. Sie kann alles. 😉 Telefonieren, mit Sprache Kommandos geben lassen, Herzfrequenz messen, den Schlaf tracken. You name it.
Die Uhr ist vor allem erstmal eine Uhr. Sie hat leider keine always on Display, sondern man muss seinen Arm wirklich schütteln oder auf die Krone klicken. Das sanfte Wenden des Armes hat bei mir als Aktivierungsmaßname leider nicht sehr zuverlässig funktioniert und den Knopf zu drücken macht wenig Sinn. In der Zeit kann ich ja fast auf mein Smartphone gucken. Wenn man eine sehr Ausladende Geste macht, dann aktiviert man es aber schon. Die Krone lässt einen außerdem wieder auf dem Watchface landen, wenn man gerade durch das Menü browst.

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Die smartwatchüblichen Benachrichtigungen funktionieren sehr zuverlässig. Sie vibiert oder gibt Laut von sich. Leider ist die Nachrichten Preview weniger gut. Man kann zwar den Inhalt sehen, aber kaum damit interagieren und auch das Angucken des Inhaltes ist etwas umständlich. Außerdem war nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich wo die Benachrichtigung herkommt. Dies ist aber vielleicht auch nur Gewöhnungssache.

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Die SMA R hat natürlich auch einen Schrittzähler. Dieser funktioniert allerdings bei dem getesteten Modell etwas unzuverlässig. Das normale Gehen wird nicht immer erfasst. Lediglich sehr schnelles Gehen oder Rennen erkennt die SMA-R zuverlässig. Der Herzfrequenzmesser zeigt dafür aber realistische Werte an, wenn auch nicht durchgängig. Man kann immer nur zu einem Zeitpunkt messen. Theoretisch hat die Uhr auch einen Schlaftracker. Leider muss man den immer selbst an und ausmachen, so wie früher bei Fitbit und Co., da ich das aus Prinzip immer vergessen habe und die Uhr ja auch nachts laden musste, konnte ich den Schlaftracker nicht wirklich testen.

Man kann auch einen auf Michael Knight machen und mit der SMA-R telefonieren. Der Lautsprecher ist dabei in Ordnung, das Microfon macht dabei oft zicken und die andere Seite versteht einen nicht so gut. Das Wählen per Uhr geht gut und man kann auch auf das Adressbuch zugreifen. Mit dem Mikrofon kann man außerdem Siri-Eingaben machen. Mangels Apple Device konnte ich das nicht testen.

Betriebssystem

Leider greift SMA hier nicht auf Android Wear, sondern auf das Grundgerüst der meisten Mediathek Uhren. Wenn man mit U8 oder U80 Uhren in Berührung gekommen ist, dann kennt man das OS schon. SMA hat es nur sehr wenig erweitert. Das OS ist für die Kund_innen nicht erweiterbar, es gibt hemd-liegendquasi keine weiteren Watchface und keine Apps. Hier muss man im Vergleich zu Android Wear wirklich Abstriche machen.
Die passende App zur Uhr findet ihr im Playstore. Hier werden euch dann auch die Herzfrequenz oder die Schritte angezeigt. Leider kann man diese Daten nicht in Google Fit einspeisen.
In der App kann man dann auch die Benachrichtigungen festlegen, die die Uhr anzeigen soll

Akkulaufzeit

Die SMA-R ist leider kein Akkuwunder, aber das kennen wir ja von vielen Smartwatches. Der integrierte Akku hat 300mAh und bringt einen ganz gut über den Tag, aber eben auch nicht mehr. Jede Nacht laden ist also normal.

Fazit

Das Design der SMA-R ist gelungen. Die Verarbeitung der Uhr ist gut, nur das Band wirkt recht billig. Leider bleibt das Problem mit dem eingebauten Mikrofon und dem sehr unempfindlichen Schrittzähler. Wenn man beides nicht braucht, dann ist hier aber kein Problem vorhanden. Als Android Wear Fanboy komme ich auch mit dem Betriebsystem nicht klar, aber es tut was es soll. Auf der Habenseite steht der Preis. Wenn man also nur eine Uhr zum Anzeigen der Notification braucht, dann wird man hier durchaus zufrieden sein können.

Ach und FYI: Im Moment gibt es die Uhr auf Gearbest um bis zu 65% reduziert.

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