LG 21:9 Ultrawide Monitor 29UM65 Testbericht

Mit externen Monitoren am MacBook habe ich nicht so gute Erfahrungen gemacht und es hat etwas gedauert bis ich den richtigen Monitor gefunden habe. Ein 24 Zoll Monitor aus dem Hause Dell leistet mir aktuell gute Dienste. Aber man soll ja nicht stehen bleiben und für Neues offen sein.

Über Twitter hat sich ergeben, dass ich einen 29 Zoll Monitor von LG testen[1] kann. Da habe ich natürlich nicht nein gesagt und wollte natürlich wissen wie sich das Gerät mit dem MacBook verträgt. Es ist aber ein etwas spezieller Monitor. Das Seitenverhältnis beträgt 21:9. Sehr ungewohnt, wenn man es das erste Mal sieht und benutzt.

Von außen betrachtet

Der weiße Ultrawide Monitor wird in drei Einzelteilen geliefert. Das Display an sich und zwei Teile für den Ständer. Der Ständer wird mit Schrauben an dem Display befestigt. Bei dem Zusammenschrauben hat man die Wahl zwischen zwei Höhen.

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Ich persönlich hätte es schöner gefunden, wenn man den Monitor noch etwas höher einstellen könnte.

Des Weiteren lässt sich der LG Monitor vor und zurück neigen.

Auf der Unterseite befindet sich ein Joystick, mit dem das Menü aufgerufen werden kann und die Einstellungen angepasst werden können.

Neben der glänzenden weißen Oberfläche fällt direkt auf, dass das Display matt ist und man keine Spiegelung darin sieht.

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Anschlüsse

Der Ultrawide Monitor bietet verschiedene Möglichkeiten, um einen PC anzuschließen. Zu meiner Überraschung bietet LG sogar die Möglichkeit an den PC über DisplayPort anzuschließen. Überrascht, da man den DisplayPort an nicht so vielen Monitoren findet.

Neben dem DisplayPort sind auf der Rückseite 2x HDMI 1x DVI-D, 1x Audio In und 1x Audio Out für Kopfhörer verbaut.

In meinem Test habe ich das MacBook über den DisplayPort angeschlossen. Mit dem entsprechenden Kabel wird eine Verbindung zwischen Thunderbolt und DisplayPort hergestellt.

Über den DisplayPort wurde die doch etwas außergewöhnliche Auflösung von 2560 x 1080 Pixeln direkt erkannt.

Alternativ zu dem Anschluss über DisplayPort habe ich natürlich auch das MacBook über einen HDMI-Adapter und dem HDMI-Kabel verbunden. Da wurde die richtige Auflösung nicht erkannt.

Unter Windows sieht es anders aus. Über HDMI angeschlossen und die Auflösung hat direkt gepasst.

Display

headimage

Mit anderen Monitoren, die ich schon am MacBook getestet habe, gab es Probleme mit der Farbdarstellung, die nicht gepasst hat. Die Farben auf dem 21:9 Monitor werden wie gewohnt dargestellt.

Die Farben passen aber wie ist es mit der Auflösung und Schärfe? Ist auch so ein spezielles Thema von mir. Das MacBook Air hat bei 13 Zoll eine Auflösung von 1440 x 900 Pixeln. Das ist eine recht hohe Pixeldichte und ich bin eben an die daraus resultierende Schärfe gewöhnt. Da ich den externen Monitor und das MacBook nebeneinander stehen habe, sehe ich immer den direkten Vergleich. Ein etwas spezielles Thema aber es stört mich, wenn die Pixeldichte am externen Monitor zu niedrig ist.

Aber auch in diesem Fall kann mich der Monitor von LG überzeugen. Liegt aber einfach daran, dass er nicht sehr hoch ist und die 1080 Pixel in der Höhe enger beieinander liegen. Daraus resultiert für mich eine höhere Schärfe und die Schrift wird klar dargestellt.

Programmieren, Filme schauen, Bloggen

Soweit ein paar technische Fakten. Aber wie lässt es sich an dem 21:9 Monitor arbeiten? Es ist ein anderes Format und benötigt ein bisschen Zeit, bis man sich dran gewöhnt hat. Aber hat man sich erstmal dran gewöhnt, dann ist es doch sehr angenehm. Ich habe zwar aktuell mein MacBook aufgeklappt daneben stehen, aber es wird so gut wie nicht als zweites Display benötigt. Es ist einfach so viel Platz in der Breite, dass man drei Fenster in ordentlicher Größe auf dem Bildschirm positionieren kann.

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Für das Programmieren ist es auch sehr praktisch. Auf der einen Seite kann man sich den Editor anzeigen lassen und auf der anderen Seite z.B. die Webseite.

Um Filme zu schauen ist es natürlich auch das perfekte Format. Aktuelle Kino-Filme haben das gleiche Format wie der 21:9 Monitor. Keine schwarzen Ränder und auf dem ganzen Bildschirm wird der Film gezeigt.

Mit einem Film in SD Qualität von iTunes hat es super geklappt. Bis darauf, dass der Monitor nicht richtig ausgenutzt wurde. Bei HD-Filmen und iTunes habe ich ein bisschen bedenken, dass es dann wieder nicht klappt, weil der Film nicht auf dem Monitor wiedergegeben werden kann, da kein HDCP unterstützt wird.

Es spricht nicht wirklich etwas gegen das Format. Es ist sehr praktisch, um damit zu arbeiten. Weitere Anwendungsgebiete können Video- und Bildbearbeitung sein. Mit dem Format 21:9 ist gefühlt mehr Platz auf dem Monitor.

4-SCREEN SPLIT

Um ein bisschen Ordnung in das Fenster-Chaos auf dem Monitor zu bekommen, wird ein Tool von LG bereitgestellt, mit dem sich die Fenster positionieren lassen. Das Tool ist in der Menüleiste zu finden. Apropos Menüleiste. Bei 21:9 und 29 Zoll gibt es dort oben so schnell keine Platz-Probleme.

Es werden einige Layouts angeboten wie die Fenster angeordnet werden sollen.

4-screen-split

Ein bisschen schade finde ich, dass man sich jetzt nur noch in dem ausgewählten Layout bewegen kann. Sobald man die Fenster anders anordnen möchte, muss man in dem Tool auswählen, dass kein Layout verwendet werden soll.

Das Tool 4-Screen Split kann bei LG geladen werden. Unter Software-Update ist der Download zu finden.

Dual Link-Up

Auf dem Monitor lassen sich zwei Eingangssignale darstellen. Über die verschieden Anschlüsse lassen sich zwei Geräte anschließen. Jedes Gerät bekommt die Hälfte des Monitors. An sich eine schöne Idee, aber in der Praxis nicht praktikabel. Der PC überträgt weiterhin das Bild in voller Auflösung. Der Monitor staucht das Bild auf die Hälfte. Dadurch erhält man kein klares Bild.

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Lautsprecher

Der Ultrawide Monitor von LG hat einen Lautsprecher verbaut. Der über DisplayPort und HDMI direkt angesprochen werden kann. Verwendet man den Monitor über DVI-D, dann lässt sich über ein 3,5-Klinken Anschluss das Audiosignal an den Monitor übertragen.

Vergleiche ich die Sound-Qualität mit dem MacBook Air, dann hat der LG-Monitor eindeutig die bessere Qualität. Im Vergleich ist der Sound voller und hat mehr Tiefen.

Leider knackst der Lautsprecher immer. Besonders gut hört man es, wenn man Podcasts darüber hört. Bei Musik hört man es so gut wie nicht, da die Musik es einfach übertönt.

Wird das Audio über den Monitor ausgegeben, dann ist die globale Lautstärkenregelung von Mac OS X deaktiviert. Die Lautstärke lässt sich nun über den Joystick an der Unterseite regulieren. Einfach nach rechts drücken und es wird lauter. Um es leiser zu machen, nach links drücken.

Fazit

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Wirklich viel gibt es bei dem Ultrawide Monitor nicht zu meckern. LG hat mit den 21:9 Geräten ein sehr interessantes Format auf den Markt gebracht. Am Anfang ist es sehr ungewohnt, aber das gibt sich mit der Zeit und schnell lernt man das Format schätzen, da es doch einige Vorteile hat.

Preislich liegt der 29 Zoll Monitor aktuell zwischen 351,99 € und 365,00 €, abhängig von der Farbwahl.

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  1. Vielen Dank an LG für die Bereitstellung des Monitors für diesen Artikel. Dieser Artikel spiegelt meine persönliche Meinung zu diesem Produkt wider.  ↩

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