Reparatur, statt Neukauf

Hallo, mein Name ist Jens und ich habe ein Problem.

Okay, so schlimm ist es nicht, aber ich hätte wirklich gerne ein MacBook. Ich liebe das Ding und falle voll auf Apples Marketing rein. Man sollte dazusagen, mein Laptop ist alt. So richtig alt. Ich hab ihn mal im dritten oder vierten Semester gekauft und das ist ein paar Jahre her.

Ich habe mich damals für ein Asus UL30A entschieden und 650€ ausgegeben. Das war wirklich viel Geld für mich. Diese Investition hat sich aber gelohnt. Mit 1,3kg und 11h Akkulaufzeit war er damals unschlagbar für die Uni. Die Specs waren damals schon nicht geil, der Asus UL30A war aber auch schon immer auf stromsparen getrimmt. Ich hab im Laufe der Zeit nur mal die HDD, gegen eine SSD getauscht.

  • Intel Core 2 Duo SU7300 1.3 GHz
  • Intel Graphics Media Accelerator (GMA) 4500MHD,
  • 13.3 Zoll 16:10, 1366×768 Pixel, LED, spiegelnd: nein
  • 320 GB – 5400 rpm, 320 GB, 5400 U/Min, Hitachi HTS545032B9A300
  • 84 Wh Lithium-Ion, A42-UL50, 5600 mAh, 15V

Kleiner funfact am Rande: Im Nachhinein hat Asus das UL30A auch noch als Ultrabook rebrandet. Heute hält der Akku im Officebetrieb nur noch so eine 3-6h und der Laptop fällt sprichwörtlich auseinander.

Gebrochener Displayrahmen

Wie ihr seht, ist der Displayrahmen gebrochen und das schon seit einer Weile. Getreu nach dem Motto: „Es muss sich nicht bewegen, also klebe ich Panzertape drauf.“ wird mein Kleiner nur noch von diesem Tape gehalten.

Ich bin nicht arm und ich will hier gar nicht meckern, aber Geld für einen Neuen hab ich gerade nicht locker und ich sehe es eigentlich auch nicht ein, dass ich einen funktionierende Laptop ersetze. Abgesehen vom Rahmen geht mein Kleiner noch und das sehr gut. Ich kann mich einfach nicht beschweren.

Ein MacBook würde mich 1449€ kosten. Das ist doppelt so viel wie mein Laptop jetzt gekostet hat. Die Wertstabilität eines Appleproduktes ist bei der Anschaffung erstmal egal. Das Geld muss ja trotzdem bezahlt werden. Ich bin auch hinreichend zufrieden mit Windows 10. Ja, mir fehlen ein paar Apps und ich mecker immer wieder über Windows, aber verglichen mit meiner Linuxzeit… Ich kann mir natürlich auch eine neue Windowskiste kaufen, aber dann gebe ich 600€ aus und der PC ist dann schneller und ich merke das bei Office und Browsen eh nicht. Wahrscheinlich könnte ich dann 4k Videos gucken, die aber dann nicht durch meine Leitung passen.

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Repariert

Alles in allem habe ich also keinen Grund für einen neuen PC und habe mich deshalb dann mal auf die Suche nach Ersatzteilen gemacht. Auf eBay bekommt man für super arschige 40€ den Displayrahmen. Der Preis ist Wucher, weil das nur ein dünner Plastikstreifen ist, aber okay. 40€ vs. 1449€. Das ist ein Unterschied.

Wie sich rausstellt, ist der Rahmen nicht von bester Qualität, aber er hält alles zusammen und mein Laptop fällt nicht mehr auseinander. Ein paar Monate oder Jahre komme ich jetzt also wieder klar.

Was ist jetzt das Ende vom Lied?

Auch, wenn ich mir ein MacBook wünsche, ich brauche es eigentlich nicht. Mein PC funktioniert und bis das nicht mehr der Fall ist, denke ich nicht mehr über einen neuen PC oder Mac nach.

5 Kommentare zu “Reparatur, statt Neukauf

  1. Das mag ich so an Computern. Alte Geräte reichen häufig, um ohne Probleme durch den Tag zu kommen. Notfalls sucht man sich Möglichkeiten die Hardware durch ein Upgrade wieder ein wenig schneller zu machen.

    Beim Smartphone nerve ich mich hingegen dauernd, da es nach 1.5 Jahren bereits wieder laggt, und ein Upgrade (SW: Custom Room) so unglaublich kompliziert ist oder überhaupt nicht möglich ist.

    1. Da finde ich die Kurzlebigkeit auch echt bescheuert. Gerade die Geräte von 2014 und neuer können theoretisch Ewigkeiten halten, nur die Software wird nicht erneuert. Bei Apple vielleicht 4-5 Jahre, bei Android mir Glück zwei Jahre. Mal sehen, was Microsoft mit Windows 10 Mobile so anstellt 😉

    2. Ich muss ja sagen, dass alle CM-Versuche bisher nicht wirklich was geholfen haben. Die Geräte hatten dadurch nur länger Security updates, aber besser sind sie dadurch nicht geworden und gefühlt hast du Recht. Nach 1,5 – 2 Jahren sind die Dinger runtergerockt und wollen nicht mehr. Ich hatte grobe Hoffnung in Projekt Ara gesetzt, aber da ist ja jetzt auch kacke geworden. 🙁

  2. Deine Einstellung gefällt mir. Reparieren statt neukaufen. Ich habe jetzt hier das Notebook (altes Sony Vaio von 2006) meiner Mutter ersetzen müssen, nicht, weil es nicht ausreicht, sondern nur, weil die WLAN-Verbindung nach dem Aufwecken (WLAN-Stick war leider keine Option, hätte aber funktioniert) knapp ne Minute für die Verwendung braucht. Also 10 Jahre, theoretisch mehr (mit Linux). Gleiches gilt für meinen PC, Ende 2007 zusammengebastelt und immer noch tätig. Gut, der lässt sich auch leichter aufrüsten (aktuell mit 8GB RAM und Core2Quad), aber mein Punkt ist, dass Technik viel länger halt, als es die Firmen uns vermitteln wollen.
    Gerade jetzt, wo der technische Fortschritt vernachlässigbar wird, kann ich mir theoretisch noch eine längere Laufzeit vorstellen, es liegt nur an den Herstellern, die Software zu pflegen.
    Bald kaufe ich mir noch ein Notebook fürs Studium, mal sehen, wie lange sich dies hält 😀

    tl;dr: Technik hält länger als gedacht, man muss es nur wollen.

    1. Was kaufst du dir? Wenn es aufrüstbar sein soll, dann kommt man ja an Thinkpads quasi nicht mehr vorbei oder hab ich was coole verpasst?

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