Meine Alternative zum RSS Reader

Ich mag keine RSS Reader. Es ist immer dasselbe. Ich richte den Reader ein und füge alle Blogs hinzu, dann ist einen Tag lang alles gut und dann fängt er an vollzulaufen. Wenn ich ihn dann das nächste Mal öffne, bin ich immer von den extrem vielen Einträgen überwältigt. Da ich auch noch einer von diesen Menschen bin, die immer eine inbox zero haben möchten, ist ein RSS-Reader mit all meinen Feeds also keine Lösung für mich. Dieses Markiere alles als gelesen ist einfach extrem unbefriedigend. Jetzt könnte ich auch nur ein paar Feeds in den Reader packen und den Rest wo anders lesen. Das scheidet für mich irgendwie aus, weil ich dann eine extra App habe, in der dann doch nicht alles beieinander habe und sie dann vergesse. Da ich natürlich trotzdem meine tägliche Dosis an Stuff lesen muss, habe ich mir dafür ein kleines System ausgedacht, das ich hier mit euch teilen will.

Für mein System ist eine Unterscheidung wichtig, denn es gibt zwei Arten von Blogs für mich.

  • Blogs, die viel und regelmäßig veröffentlichen
  • Blogs, die kaum und unregelmäßig veröffentlichen.

Meine Versuche mit RSS-Readern haben immer wegen der Blogs begonnen, die kaum veröffentlichen. Unter diesen Blogs sind aber Perlen, von denen ich trotzdem keinen Artikel verpassen möchte. Da ich die Versuche mit den Readern aber immer schnell wieder aufgegeben habe, musste ich mir etwas ausdenken mit dem ich trotzdem alles in diesen Blogs mitbekomme.

Twitter-Listen sind für mich, zum Beispiel, leider keine gute Lösung. Zum einen schaue ich nie in Twitterlisten und zum anderen haben nicht alle Blogs Twitter oder die Artikel gehen in dem ganzen Rauschen unter. Als ich mich dann mal einer Phase der Prokastination mit IFTTT auseinandergesetzt habe, wurde mir klar, dass ich ein IFTTT Rezept erstellen kann, dass mir jeden neuen Eintrag in einem RSS Feed in Pocket speichert. Da ich sowieso alles in Pocket speichere, passt das perfekt. Ich habe einen Quasi-RSS-Reader und brauche keine Extra App, keine Twitterlisten oder sonst irgendwas.

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Pocket benutze ich sowieso sehr gerne und ist mein read it later-Dienst der Wahl. Ich mag die App und die Weboberfläche, und ich mag das Archiv, auch wenn die Suchfunktion besser sein müsste. Ich bezahle alleine wegen des volltextdurchsuchbaren Archivs jährlich Geld an Pocket. Angeblich bin ich auch unter den Top 1% der Leser_innen in Pocket. ¯\_(ツ)_/¯

Pocket Stats

Wenn ich News oder Artikel auf Twitter finde, dann kommen die in Pocket. Die kleinen Blogs fallen ja jetzt sowieso automatisch in Pocket rein. Wenn ich die Seiten besuche und der Teaser mich packte, dann reicht ein Klick mit der rechten Maustaste und ich bekomme im Kontextmenü die Option Save to Pocket. Außerdem gibt es noch Newsletter, die ich sehr gerne lese. Jeden Morgen und jeden Abend kommt von der SZ der Espresso, mit den wichtigsten Nachrichten des Tages (Save to Pocket, wenn der Teaser nicht reicht.). Einmal die Woche kommt der Newsletter von gdgts.de und von Meshedsociety (Ebenfalls: Save to Pocket).

Die Blogs mit (zu)viel Output surfe ich immer mal wieder direkt an. Viele News bekomme ich so oder so auch bei Twitter oder YouTube. Im Moment sind es also nur sechs Blogs / Magazine, die ich noch direkt ansurfe.

Für mich funktioniert das System so gut, weil ich mir mein Pocket so nicht überlade, wie das bei den RSS Readern immer der Fall war. Ich verpasse nichts von den kleinen Blogs, kann die Artikelflut besser steuern und wenn Pocket zu voll wird, dann lese ich halt erstmal die wichtigen Dinge und keine News.

6 Kommentare zu “Meine Alternative zum RSS Reader

  1. Finde die Idee interessant. Pocket benutze ich ebenfalls sehr gerne. Leider stört mich, dass ich in Pockets immer zwei Klicks benötige um einen Eintrag „als gelesen“ zu markieren oder zu löschen. Das macht es umständlich, da ich schnell anhand der Überschrift Entscheide.

  2. Aber läuft das Pocket dann nicht auch voll? Und könntest du nicht einfach nur die Blogs, die du dir jetzt nach Pocket schicken lässt, in einen RSS-Reader packen?

    1. Pocket läuft bei mir nicht voll, weil ich nur noch die kleinen, wichtigen Blog abonniere. Das hab ich mit dem RSS Reader damals auch versucht, konnte es mir aber nie zur Gewohnheit machen, da auch reinzusehen. Bei Pocket gucke ich sowieso immer rein und kann es nicht vergessen. Vor allem die kleinen Blog hauen halt mal 2 Wochen nichts raus und jeden Tag eine App aufmachen, um zu gucken ob was neues da ist, nervt. Damals konnten viele RSS Reader auch noch kein Push oder Push ging nur, wenn man bezahlt hat. Abgesehen davon, dass ich auch nicht bei jedem neuen Beitrag eine Push notification haben will.

      Für mich funktioniert deshalb Pocket sehr gut. Ist aber sicherlich eine Speziallössung für mich.

  3. Hi, im vorletzten Abschnitt ist wohl ein kleines Malheur passiert.
    Da ist wohl vor jedem Link die URL zu diesem Artikel davor. 😉

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